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Achte sorgfältig darauf und frage dich: Wer oder was meditiert in dir, wenn du es tust?
Meditation ist dort nur möglich, wo ein Ich besteht; das richtet seine Aufmerksamkeit auf ein Objekt. Versinkt das Ich jedoch in seinem Ursprung, gibt es kein Objekt und kein Subjekt mehr. Übrig bleibt Gott allein; das, was wir als „Selbst“ bezeichnen. Deine Läuterung setzt ein, ganz mühelos erwacht dein wahres Wesen.
Einschränkungen kennt nur dein Geist. Bist du im Schlafe, lebst du auch, empfindest aber nicht den Tiefschlaf. Dein Wachzustand verweilt im gleichen Sein. Allein dein Denken unterscheidet beide Lagen. Im Schlafe schweigt dein Denken, trotzdem bist du im Sein, gleichermaßen.
Meditation heißt alle Spaltung überwinden. Konzentriere dich deshalb auf Gott allein, halte alle anderen Gedanken von dir fern. Meditation ist fortwährendes Verweilen in Gott, ohne zu empfinden, dass du meditierst. Du ruhst bereits in deinem Selbst auf immer, folgst meditierend nur den Spuren, die dich darauf verweisen. Auch Lichterscheinungen und Visionen können dich nicht täuschen und abbringen, wenn du entschlossen dich auf Gott ausrichtest.
Schmerz und Freude sind Aspekte unseres Geistes. Glück ist unser wahres Wesen. Denke darum nicht: „ich“ meditiere, sondern sei! Dein Ich schafft Leid, wirkt Schmerz, nicht aber der auf Gott gerichtete Geist, der vollkommen im Sein verwurzelt ist.
Konzentration folge nicht dem Verstand, sondern komme aus dem Herzen, das alle störenden Gedanken sanft verhindert. Konzentriere dich auf deine lieben Dinge, solange, bis die Liebe in dir völlig siegt.
Vergiss auf deinem Wege nie: Meditation bedeutet Kampf für dich. Wenn du damit beginnst, sammelt sich Vieles in Gedanken, gewinnt an Kraft, und hindert dich an dem, worauf du ausgerichtet bist. Dieses Gefecht des Geistes geht dem Seelenfrieden stets voraus.
Bedenke: Wenn dein Ich sich zeigt, entsteht die Furcht auch vor dem Tod. Darum konzentriere dich auf das „ICH BIN“. Dann brauchst du Gott nicht suchen, läufst keinem Etwas meditierend hinterher.
Dessen sei stets eingedenk: Ewiges Sein ist ein unendlich großes Meer. Welle und Schaum darauf sind Teile dieses Ozeans.
Ungeachtet dieser einfachen Wahrheit kannst du unzählige Methoden üben, mit viel Geschick befähigt werden, was endlich nur den Geist verwirrt, ihn antreibt, ein vorgetäuschtes Ziel zu suchen. Das gilt für alle Schulen, Sekten, Disziplinen oder Religionen.
Gewahrst du Gott in deinem Sein, dann bist du, was du bist; hast Einsicht und Erkenntnis, überwindest alle Widersprüche, findest Frieden in deiner Seele. Dies ist schließlich die gemeinsame Erfahrung aller, die den Weg der Stille gehen.
Hast du Gott gefunden, bist du angekommen. Du erkennst, du warst schon immer da, nur wusstest du es nicht.
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